IRIS Spezial - Videoabrufdienste und die Förderung europäischer Werke

Diese IRIS Spezial konzentriert sich auf  Rechtsvorschriften mit denen das Potenzial audiovisueller Abrufdienste genutzt werden kann, europäische Filme und TV-Programme zu fördern. Sind die geltenden europäischen Rechtsvorschriften geeignet, dieses Förderungspotential europäischer Werke in Abrufdiensten zu nutzen?  Diese neue Ausgabe der IRIS Spezial stellt sich dieser Frage.

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Seiten : 111
Erscheinungsort : Straßburg
Veröffentlichungsdatum : Januar 2014
Redaktionnelle Betreuung : Dr. Susanne Nikoltchev, Europäische Audiovisuelle Informationsstelle

5,00 €

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Die elektronische Ausgabe der IRIS Spezial ist kostenlos erhältlich. Der Preis der Druckversion entspricht den Druckkosten.

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Angesichts des Ansturms erfolgreicher Inhalte aus den Vereinigten Staaten und anderen Ländern ringen Filme und Fernsehsendungen in Europa heute mehr denn je um Marktanteile. Wachstum auf dem Markt für Abrufinhalte bedeutet, dass es mit den verschiedenen Abrufdiensten nun potenziell einen neuen Weg zur Förderung europäischer Werke gibt. Wie aber hat Europa diese Abrufdienste und deren Potenzial in seine Gesetzgebung integriert? Diese Ausgabe der IRIS Spezial nimmt sich genau dieser Frage an.

 

Pressemitteilung zu dieser Veröffentlichung

 

Das erste Kapitel mit der Überschrift Bestehende Förderpflichten für audiovisuelle Abrufmediendienste in ausgewählten Staaten konzentriert sich auf die zahlreichen rechtlichen Maßnahmen wie finanzielle Pflichtbeiträge der Diensteanbieter, Quoten nach Nationalität oder Sprache oder Hervorhebungsanforderungen hinsichtlich Gestaltung und Präsentation von Inhalten, die auf die Förderung von Werken in Abrufdiensten in fünf Ländern gerichtet sind (Italien, Slowakei, Frankreich, Niederlande und Belgien). Die verschiedenen einzelstaatlichen Ansätze bei der Umsetzung der übergreifenden Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste weichen augenscheinlich deutlich voneinander ab.

 

Das zweite Kapitel - Hinterfragung der wichtigsten Thesen, die der Förderung audiovisueller Werke in Abrufdiensten zugrunde liegen - unterzieht die gegenwärtigen rechtlichen Maßnahmen zur Förderung europäischer Werke über Abrufdienste einer kritischen Betrachtung. Eine aktuelle vertiefte Analyse der Verschiebungen im Konsumverhalten wird anhand des Beispiel der Niederlande aufgezeigt.
Der Bericht widmet sich auch dem sensiblen Thema möglicher Wettbewerbsverzerrung, die sich aus der Präsenz weniger stark regulierter ausländischer Wettbewerber wie Netflix und Google auf dem europäischen VoD-Markt ergibt, die sich in Ländern niederlassen, welche  unternehmensfreundliche Standortpolitiken mit einem weniger strengen Regulierungsrahmen verfolgen.

 

Das letzte Kapitel bietet eine hilfreiche Zusammenfassung des Workshops der Informationsstelle zur Förderung europäischer Werke in audiovisuellen Mediendiensten auf Abruf, der letztes Frühjahr in Amsterdam stattfand und die Grundlage für diesen Bericht bildet. In diesem Workshop trafen sich die Partnerorganisationen der Informationsstelle sowie ein Dutzend namhafter Rechtsexperten und Branchenfachleute aus dem VoD-Bereich.

 

Ein hochaktueller 100-seitiger Bericht zur gegenwärtigen Gesetzgebung des europäischen VoD-Marktes und deren Potenzial für die Förderung europäischer Filme und Fernsehsendungen.

 


INHALTSVERZEICHNIS

 

Teil I: Bestehende Förderpflichten für audiovisuelle Abrufmediendienste in ausgewählten Staaten

 

Die italienische Perspektive

I. Anbieter von Abrufmediendiensten nach italienischem Recht

II. Regeln zur Förderung europäischer Werke, die für Anbieter linearer und nichtlinearer audiovisueller Mediendienste gleichermaßen gelten

III. Überblick über die Hauptvorschriften zur Förderung europäischer Werke für lineare AVMD-Anbieter

1. Inhaltsquoten

2. Investitionsquoten zugunsten unabhängiger Produzenten

IV. Förderung europäischer Werke durch Anbieter audiovisueller Abrufmediendienste

1. Zeitliche Planung der Umsetzung

2. Abweichungen von Inhalts- und Investitionsquoten

3. Überwachung und Durchsetzung

 

Der Ansatz der Slowakischen Republik

I. Förderung europäischer Werke in der Zeit vor Umsetzung der AVMD-Richtlinie

II. Förderung europäischer Werke seit Umsetzung der AVMD-Richtlinie

1. Die Situation vor der Überprüfung der Umsetzung der AVMD-Richtlinie durch die Europäische Kommission

2. Gesetzesänderung nach Überprüfung der Umsetzung der AVMD-Richtlinie durch die Kommission

3. Licht am Ende des Tunnels (?)

 

Französische Lösungen

Vorbemerkungen

I. Beschreibung des Rechtsrahmens

1. Allgemeine Beschreibung

1.1. Finanzielle Verpfl ichtungen

a) Inhalt der fi nanziellen Verpfl ichtungen

b) Mediatheken

c) Bezahl-VoD

d) Abonnenten-VoD

1.2. Quoten und Herausstellung

2. Gründe für diese besondere nationale Lösung

II. Überwachung und Durchsetzung

1. Überwachung

1.1. Berichterstattung

1.2. Überwachung durch den CSA

2. Durchsetzung

 

Der niederländische Ansatz

I. Regulierung der Förderung europäischer und unabhängiger Werke im Bereich der linearen Dienste: das Mediengesetz 2008 und die politischen Leitlinien der niederländischen Medienbehörde

1. Mediengesetz 2008

2. Politische Leitlinien des CvdM in Bezug auf Programmquoten

3. Die Berichterstattung in der Praxis

II. Regulierung der Förderung europäischer Werke in Abrufmediendiensten: Das Mediengesetz 2008 und die Pilotstudie des CvdM

1. Mediengesetz 2008

2. Pilotstudie des CvdM

III. Fazit und offene Fragen

 

Neue Fragestellungen und Herausforderungen für die audiovisuelle Politik, die Filmförderung und die audiovisuellen Regulierungsstellen: Das Beispiel der französischen Gemeinschaft Belgiens

I. Kontext

II. Hindernisse

III. Fallstudie: die Französische Gemeinschaft Belgiens

1. Der Regulierungsrahmen …

2. … seine Vorteile …

3. … und Umsetzung

3.1. Wie lässt sich der Begriff „Hervorhebung" definieren?

3.2. Wie ist zu prüfen?

3.2.1. Gegenstand der Überprüfung

3.2.2. Beteiligung an der Überprüfung

3.2.3. Ergebnisse der Überprüfung

IV. Folgerungen

1. die Bedeutung der Zusammenarbeit

2. Rechtzeitiges Handeln

 

Teil II: Hinterfragung der wichtigsten Thesen, die der Förderung audiovisueller Werke in Abrufdiensten zugrunde liegen

 

Sind die Wächter an den richtigen Portalen postiert?

Zur Geeignetheit der Regelungen über die Förderung europäischer Werke in nichtlinearen audiovisuellen Mediendiensten

I. Die Sicht auf die Welt audiovisueller Abrufmediendienste zum Zeitpunkt der Abfassung der AVMD-RL

II. Potenzielle Herausforderungen für den gewählten Regulierungs ansatz

1. Betrachtung des Gesamtangebots anstelle eines einzelnen Dienstes?

2. Einbeziehung von Plattformanbietern und Anbietern „gebündelter Dienste"?

3. Unterscheidung zwischen kostenlos bereitgestellten Inhalten und Bezahlangeboten?

III. Verbleibende allgemeine Überlegung und Fazit

 

Geht der Zuschauertrend zum Online-Konsum?

Die zentrale Frage und eine erste Antwort

I. Kontext

II. Feststellungen

1. Für Medien aufgewendete Zeit nach Altersgruppen

2. Die Auswirkungen nichtlinearer Videoangebote

3. Genutzte Audiogeräte/Plattformen

4. Stationäres oder mobiles Streamingradio

5. IP-Radio versus traditioneller Hörfunk (UKW/Kabel)

6. Häufigkeit pro Gerät

7. Audiovisuelles Material außer außerhalb des Fernsehens

8. Zeitversetztes Fernsehen auf verschiedenen Plattformen

9. Wo wird geschaut?

10. Nutzung des Internets

11. Soziale Medien

12. Nutzung von Funktionen auf Smartphones und Tablets

13. Nutzung der Second Screen

14. Qualitative Online-Forschung über das junge Publikum

III. Fazit

IV. Abschließende Antwort

 

Die Förderung europäischer audiovisueller Produktionen in Flandern: Überlegungen zu den relevanten Kriterien

1. Einleitung

2. Rechtlicher und politischer Rahmen für die Förderung europäischer audiovisueller Produktionen in Flandern

Der flämische Medienerlass

Memorandum zur fl ämischen Medienpolitik

VRT-Vereinbarung

3. Angebotsüberblick auf Verbreitungsplattformen

4. Förderung europäischer Produktionen unter anderem Blickwinkel

5. Aktueller Stand

6. Überlegungen für die Zukunft

 

Die Umsetzung von Artikel 13 der AVMD-Richtlinie vor dem Hintergrund der europaweiten Verbreitung audiovisueller Abrufdienste und unternehmensfreundlicher Standortpolitiken („ease of doing business policies")

Attraktive Standortpolitiken im Bereich der audiovisuellen Mediendienste

Europaweite Strategien im Bereich der Video-Abrufdienste

In der Europäischen Union werden vier Länder als Standorte von VoD-Diensten bevorzugt

Internationale Dienste mit Sitz in der Schweiz und den USA

Die Bedeutung der luxemburgischen Regelung

Fazit

 

Der Luxemburger Rechtsrahmen für die Förderung europäischer Werke in Abrufdiensten: Regulierungsmodell und -kultur

Einführung

I. Der Rechtsrahmen für die Medien: Gesetzgebung und Akteure

II. Die Förderung europäischer Werke in nichtlinearen Diensten

1. Die Umsetzung von Artikel 13 AVMD-RL

2. Der Luxemburger Markt für Abrufdienste

 

Die Auswirkungen des internationalen Rechtsrahmens, insbesondere der WTO und der UNESCO, auf die Förderung der kulturellen Vielfalt im Internet

I. Schnittstellen zwischen EU-Medienpolitik und bestehenden internationalen Instrumenten

1. Die Welthandelsorganisation (WTO)

2. UNESCO

II. Anmerkungen zur aktuellen Lage und den Zukunftsaussichten, insbesondere für Kulturinstrumentarien im Internet

 

Teil III: Workshop zur Förderung europäischer Werke in audiovisuellen Mediendiensten auf Abruf: Zusammenfassung der Diskussion

 

Einführung

I. Der Rechtsrahmen

1. Internationale Ebene

2. Europäische Ebene

2.1. Europarat

2.2. Europäische Union

2.2.1. EU-Verträge

2.2.2. Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste

II. Länderberichte

1. Bestehende Verpfl ichtungen für audiovisuelle Mediendienste auf Abruf

1.1. Quoten

1.2. Hervorhebung

1.3. Investitionspflichten

1.4. Indikatoren

2. Durchsetzungsmechanismen

2.1. Überwachung

2.2. Sanktionen

2.3. Kooperativer Ansatz

III. Hinterfragung der wichtigsten Thesen

1. Verbraucherverhalten

2. Geltungsbereich und Definitionen

3. Wirtschaftlicher Wert

4. Wertekette

IV. Besteht eine Notwendigkeit, von Angebots- zu Nachfragekriterien zu wechseln?

1. Förderung europäischer Inhalte

2. Wachsender Einfl uss der Zuschauer

V. Probleme im Zusammenhang mit „sicheren Häfen"

1. Maßnahmen zur Erleichterung der Geschäftstätigkeit

2. Junge Märkte

VI. Übergeordnete wirtschaftliche/kulturelle Interessen und deren Einbindung in internationales Recht

1. Die Auswirkungen des WTO-GATS und des UNESCO-Übereinkommens

2. Fehlende Innovation bei der Lösung des Problems

Fazit

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